(m)eine rechtfertigung zur kleinschreibung

(m)eine rechtfertigung zur kleinschreibung.

manches mal schon wurde ich gefragt, warum ich eigentlich immer alles kleinschriebe. das würde nerven. das wäre unleserlich. das entspräche nicht der norm. ja genau, antworte ich dann trotzig, es entspricht nicht der norm und das ist gut so.

argument eins. ich widersetze mich gerne der norm, auch wenn´s nur die rechtschreibenorm ist. für mich ist das ein ausdruck des widerstandes gegen gesetze.

viel entscheidender aber ist argument zwei. die großschreibenorm wird meiner meinung nach schlichtweg nicht benötigt, da selbst worte die als substantiv oder verb zugleich gelesen werden könnten und erst durch die entsprechende klein- bzw. großschreibung ihre bedeutung erhalten immer aus dem kontext erkennbar werden.

argument drei. andere sprachen machen es vor. im englischen ist kleinschreibung bis auf den satzanfang gang und gäbe. und selbst den satzanfang gilt es zu brechen, da dieser eineindeutig durch den punkt gekennzeichnet wird.

fazit. entscheiden darf immer noch jeder selbst. und ich muss zugeben, dass ich in offiziellen briefen auch die rechtschreibenorm einhalte und wohl als angehende deutschlehrerin kein loblied auf die stringente kleinschreibung singen darf, dennoch: im privaten bereich breche ich diese norm gern und werde sie so schnell auch nicht ändern.

einen wunderbaren kleingeschriebenen samstag wünscht euch /eure freundeunbekannte dina

Veröffentlicht von

Dina

Dina H. wurde 1986 geboren. Sie lebt und arbeitet in Leipzig. Elias Canetti, Nikolai W. Gogol und Friederike Mayröcker liest sie am liebsten.

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